Selbstverwirklichung
Die Kundalini-Energie kann sich beim ersten Versuch bemerkbar machen. Als kühle Brise auf den Handflächen.
Die Kundalini-Energie kann erwachen und aufsteigen. Ein feines Strömen, eine Leichtigkeit, Ruhe. Was geschieht, lässt sich am eigenen Körper wahrnehmen.
Das subtile Energiesystem
Die sieben Chakras
Sieben Energiezentren, die mit Körper, Emotionen und Geist in Verbindung stehen.
Mooladhara
Wurzelchakra
Grundlage des gesamten Energiesystems. Verkörpert kindliche Unschuld und Unbefangenheit, die in jedem Menschen ruht. Diese Qualitäten können sich nach der Erweckung der Kundalini entfalten: ein natürliches Vertrauen, eine Weisheit jenseits des Intellekts. Gibt Richtung, Gleichgewicht und Harmonie mit der Natur.
Swadisthana
Sakralchakra
Versorgt die grauen Zellen mit Energie. Zentrum des Handelns und der Kreativität. Fördert die Wertschätzung von Schönheit, scharfe Wahrnehmung und reines Wissen. Eine ungestörte Aufmerksamkeit, die dieses Chakra fördert, ist wesentlich für das gedankenfreie Bewusstsein in der Meditation.
Nabhi
Nabelchakra
Zuständig für Verdauung und Stoffwechsel. Eng verbunden mit weltlichen Wünschen: harmonisches Familienleben, beruflicher Erfolg, Wohlergehen. Ein ausgeglichenes Nabhi steht für Zufriedenheit und ist Grundlage für weitere Entwicklung. Fürsorge, Rechtschaffenheit und Frieden gehören zu seinen Qualitäten.
Anahat
Herzchakra
Grundqualität ist bedingungslose Liebe: selbstlos und ungebunden. Öffnet Mitgefühl, Vertrauen und Sicherheit. Kann Ängste beseitigen und positive Beziehungen stärken. In der Sahaja Yoga Tradition wächst durch ein ausgeglichenes Herzchakra zunächst die Liebe zu sich selbst.
Vishuddhi
Halschakra
Steuert die Kommunikationsfähigkeit. In einer angespannten Situation die richtigen Worte finden, einen Streit entschärfen und dabei Respekt gewinnen: Qualitäten eines ausgeglichenen Vishuddhi. Humor, Höflichkeit und ein Gefühl für Gemeinschaft gehören dazu.
Agnya
Stirnchakra
Die Essenz ist Vergebung. Wer nicht verzeiht, schadet vor allem sich selbst. Ein ausgeglichenes Agnya ermöglicht gedankenfreies Gewahrsein: die mentale Stille, die für tiefe Meditation wesentlich ist. Hält Ego und Über-Ich im Gleichgewicht. Tor zum Sahasrara.
Sahasrara
Kronenchakra
Integration und Einheit mit allen Elementen des Universums. Durch das Sahasrara kann die Verbindung zur alles durchdringenden spirituellen Energie erfahren werden. Der Sinn des Lebens erschließt sich erst vollständig, wenn diese Verbindung hergestellt ist.
Die drei Energie-Kanäle
Drei Hauptkanäle, durch die Energie fließt.
Rechter Kanal (Pingala Nadi)
Kanal der körperlichen und geistigen Aktivität und der Zukunft. Endet auf der linken Gehirnseite im Ego, das ein Gefühl von Individualität gibt. Im reinen Zustand bringt er Dynamik und hilft, mit ruhigem Geist wirksam zu handeln. Wird er überbeansprucht, tritt die emotionale Seite in den Hintergrund.
Mittlerer Kanal (Sushumna Nadi)
Kanal des Gleichgewichts und der spirituellen Evolution, der „mittlere Weg". Verläuft vom Kreuzbein zum Sahasrara. Durch ihn steigt die Kundalini bei der Selbstverwirklichung auf, nährt und stärkt die Chakren auf ihrem Weg. In der Meditation lässt sich die Aufmerksamkeit im Zentralkanal nieder: im gegenwärtigen Moment, in wahrem innerem Frieden.
Linker Kanal (Ida Nadi)
Bezieht sich auf Emotionen, Wünsche und die Verbindung mit der Vergangenheit. Endet auf der rechten Gehirnseite im Über-Ich, wo Erinnerungen und Konditionierungen gespeichert sind. Die wesentliche Qualität ist Freude: jene unbefangene Freude, die Kinder beim Aufwachen empfinden. Im reinen Zustand sorgt er für emotionales Gleichgewicht und Mitgefühl.
“Denkt daran: Ihr seid kein kleiner Tropfen. Ihr seid der Ozean geworden.”
— Shri Mataji Nirmala Devi (Diwali Puja, 1992)
Selbstverwirklichung erleben
Selbstverwirklichung kann beim ersten Mal geschehen. Regelmäßige Meditation vertieft die Erfahrung.